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BFW Hamburg unter Korruptionsverdacht

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Das Berufsförderungswerk (BFW) Hamburg – Träger ist die Stadt Hamburg – steht derzeit massiv unter Druck – die Geschäftsführerin des BFW und ein Vertragspartner leben in häuslicher Lebensgemeinschaft. In Folge dessen ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen Elke Herrman, die Geschäftsführerin des BFW, wegen des Falles der Korruption. Offenbar kam es zu Verstößen gegen Ausschreibungsrichtlinien in der Vergabe zur Erneuerung der Datenverarbeitung beim Berufsförderungswerk. 

Im Fokus der Ermittlungen durch das Dezernat Interne Ermittlungen (D.I.E.) der Stadt Hamburg stehen die Geschäftsführerin und Vorsitzende des BFW Elke Hermann sowie ein hochrangiger Manager der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting AG (SMC). Nach eigenen Angaben gegenüber dem Hamburg Journal leben die beiden jahrelang schon in häuslicher Gemeinschaft.

Der Fall liegt inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Hamburg zur Untersuchung. Auf Nachfrage erklärte die Staatsanwalt, dass der Verdacht bestehe, dass das Berufsförderungswerk in 2011 im Rahmen einer Ausschreibung für eine neue Software eine größere Summe nicht ausgeschrieben habe. Um eine Kostenminimierung und Kontrolle für Projekte wie eine Erneuerung der Datenverarbeitung zu haben, hat die Stadt Hamburg einen Generalvertrag mit T-Systems geschlossen. Steria Mummert Consulting AG (SMC) fungiert als Subunternehmer. Neben einer kleineren Ausschreibungssumme, wurde wohl der größere Teil direkt an SMC und einer weiteren Firma vergeben.

Gesprochen wird hier über eine Summe von 4 Millionen Euro.

Zu weiteren Auskünften war der zuständige Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers aber nicht bereit. Das Verfahren ist derzeit in der Schwebe.

Elke Hermann war für eine Stellungnahme diesbezüglich nicht zu erreichen. Nach Angaben des SMC wurde der Manager der SMC mittlerweile vom Projekt abgezogen und beurlaubt. Justiziarin Gabriele Kühne vom BFW teilte schriftlich mit, dass sie zu den Vorwürfen nichts sagen wolle. Birgit Eckmüller aus der Direktion der internen Kommunikation des SMC machte eine ähnliche Aussage. Der ursprüngliche Auftrag zog anschließend mehrere Direktaufträge an die SMC und an eine weitere Beratungsfirma nach sich – allerdings ohne die sonst übliche Ausschreibung.

Ermittler des D.I.E. beschlagnahmten zur gleichen Zeit Akten und Dokumente aus den geschäftseigenen Räumen des BFW und der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting AG. Oberstaatsanwalt Möllers gab an, dass der Fall untersucht werde und die entsprechenden Personen dann vernommen würden. Es wird mittlerweile schon von drei Beschuldigten gegen die durch die Staatsanwaltschaft ermittelt wird gesprochen.

Das Berufsförderungswerk (BFW) Hamburg wurde 1962 gegründet – Träger ist die Stadt Hamburg. Es bezeichnet sich selbst als eine werteorientierte und moderne Reha-Institution im sozialen Bereich. Ihr Ziel ist die Integration von Erwachsenen, die gesundheitlich in Arbeit und Beruf beeinträchtigt sind.

Quelle: Staatsanwaltschaft Hamburg, Kontaktaufnahme BFW, SMC, Dezernat Interne Ermittlungen Hamburg; Bild:  bfw-hamburg.info/

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2. Januar 2013 von in Bildungsträger und getaggt mit , , , , , .
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