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Hamburger Arbeit (HAB) in wirtschaftlichen Schwierigkeiten

Eingang HAB

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Die Hamburger Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft mbH (HAB) befindet sich in erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Millionen-Verluste müssen nun vom Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) ausgeglichen werden. Die HAB ist neben der Schuldnerberatung von Arbeitslosen und dem Führen von Schulkantinen hauptsächlich für die Ein-Euro-Jobs zuständig. Diese sollen auf die Konkurrenz, freie Träger übertragen werden. Die HAB hat für das Jahr 2012 den größten Teil der Ein-Euro-Jobs (694) durch die team.arbeit.hamburg zugeteilt bekommen. Damit erhielten sie rund 21 Prozent. Die restlichen rund 3100 Ein-Euro-Jobs teilen sich 17 freie Träger.

Der Sanierungsfall HAB betrifft 190 Mitarbeiter. Diese sollen in Zukunft ihre Aufgaben bei der Konkurrenz ausüben. Ist eine Übernahme nicht möglich, so wird eine Transfergesellschaft angestrebt, mit dem Ziel neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden oder diese in einen Sozialplan einzubinden. „Wir gestalten die Sanierung sozial verträglich“, betont SPD-Staatsrat Jan Pörksen (Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration – BASFI – Hamburg).

Vorwürfe innerhalb der Parteien gegenüber Scheele werden laut.

GAL-Arbeitsmarktexpertin Filiz Demirel: „Scheele ist für die miserable Bilanz der HAB direkt verantwortlich. Es ist zudem merkwürdig, dass die HAB 2011 bei Ausschreibungen noch den Zuschlag bekam, obwohl sie eigentlich nicht mehr konkurrenzfähig war.“

Die Vergabe der Ein-Euro-Jobs in Hamburg lösten bereits in der Vergangenheit in der Trägerlandschaft und im Senat Diskussionen aus. Die HAB steht mit Scheele bis heute in der Kritik. War Sozialsenator Scheele von 1995 bis 2008 selbst Leiter des größten Hamburger Beschäftigungsträgers. Das ‚Elbe Wochenblatt‚ berichtete im Dezember 2011 darüber.

Folgende Kernbereiche bleiben zunächst bei der HAB:

  • Programm „40 Sozialbetreuer“. Mit Hilfe dieses Programmes sollen über die Jobcenter über besondere Integration-Maßnahmen Arbeitslose in Arbeit vermittelt werden.
  • Beteiligung an den Angeboten der Hamburger Schuldnerberatung.
  • Fortführung der bisherigen Angeboten in den Schulkantinen
  • Fortführung des Fahrradhauses in Hamburg-Bergedorf

Die HAB ist ein städtisches Unternehmen, das seit 1983 als führender arbeitsmarktpolitischer Dienstleister der Stadt Hamburg wirkt. Das Ziel der HAB ist die Vermittlung von arbeitslosen Menschen in eine Beschäftigung. Die HAB als auch andere Träger erhalten für die Förderung eines Arbeitslosen 345 Euro pro Monat. Die Mitarbeiter der HAB werden nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlt.

Der Verlust für 2010 wird mit 2,9 Millionen Euro angegeben. 2011 waren es knapp 2,4 Millionen Euro.

 

 

 

 

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2. Januar 2013 von in Bildungsträger und getaggt mit , , , , , .
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