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Mietkosten für Hartz IV-Empfänger in Hamburg

wohnen in Altona

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(Zukünftige) Hartz IV Empfänger in Hamburg müssen sich seit dem 1. April 2012 mit niedrigeren Mieten zufriedengeben. So hat der Hamburger Senat nach vier Jahren neue Höchstwerte für die Nettokaltmiete von Hartz IV Empfängern festgelegt. Die Mieten werden demnach nicht mehr nach der Baualtersklasse gestaffelt, sondern sind nun einheitlich geregelt. Angepasst an dem Mietenspiegel in normalen Wohnlagen von 2011 gelten nun folgende Sätze:

Haushaltsgröße Angemessene Nettokaltmiete
1-Personen-Haushalt 327,00 Euro
2-Personen-Haushalt 392,40 Euro
3-Personen-Haushalt 493,50 Euro
4-Personen-Haushalt 559,30 Euro
5-Personen-Haushalt 659,60 Euro
6-Personen-Haushalt 741,20 Euro
Jede weitere Person 81,60 Euro

Es gibt eine Bestandsschutzregelung

Wohnen Betroffene in einer Wohnung, welche nach den neuen Regelungen die Höchstwerte überschreiten, werden diese Kosten weiterhin übernommen. Ebenso werden Mieterhöhungen anerkannt, solange diese mietrechtlich zulässig ist.

Bei einem Auszug aus der bisherigen Wohnung werden jedoch für die zukünftige Wohnung nur die Sätze nach den neuen Höchstwerten übernommen. Hier ist der Wohnungssuchende verpflichtet, dementsprechende Angebote einzuholen und dem Jobcenter vorzulegen.

Staffelmieten

Staffelmieten werden für fünf Jahre übernommen, sofern auch sie die Höchstwerte nicht überschreiten.

Öffentlich geförderter Wohnbau

Hier gelten zunächst die Wohnflächen-Höchstwerte:

Haushaltsgröße nach Personen 1 2 3 4 5 6 Jede weitere Person
Wohnflächen-Höchstwert 50 qm 60 qm 75 qm 85 qm 97 qm 109 qm 12 qm

Das heißt, für den Bezug solch einer Wohnung wird zunächst die Wohnfläche geprüft. Übersteigt diese den Höchstwert, kann trotzdem die Miete übernommen werden, solange diese die oben genannten Höchstwerte nicht übersteigt.

Rollstuhlgerechte Wohnungen

Das Bezirksamt Hamburg-Wandsbek stellt zentral für Hamburg auf Antrag einen Besichtigungs- und Anmietschein aus. Bei Vorlage dieses Scheines werden die entsprechenden Kosten durch die Jobcenter übernommen. Hier gelten jedoch ebenso die Höchstwerte für Wohnfläche des öffentlich geförderten Wohnbaus, sofern genügend Wohnungen vorhanden sind.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Dauerhafte Erkrankung, Behinderung oder besondere Lebensumstände

Liegt eine dauerhafte Erkrankung, eine Behinderung oder besondere Lebensumstände vor und wird ein Mehrbedarf bezahlt, können die Höchstwerte um bis zu 10 Prozent überschritten werden.

Haushalt mit minderjährigen Kindern

Die Höchstwerte können bis zu 30 Prozent überschritten werden, wenn durch einen Umzug die sozialen Kontakte der Kinder gefährdet wären. Diese sind jedoch ausführlich zu belegen. Ein einfacher Hinweis reicht nicht. Ein Umzug muss zum Schulwechsel oder Schuljahreswechsel stattfinden.

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Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2. Januar 2013 von in Jobcenter und getaggt mit , , , .
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