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Die Ausbildung zum Hundefachwirt

Mischling

Mischling

Der Hund – des Menschen bester Freund. Eines der beliebtesten Haustiere in Deutschland. Ein Blick ins Grüne reicht, um diese Aussagen meinerseits bestätigen zu können. Waren eine Zeitlang die großen Hunde wie der Golden Retriever oder Neufundländer der Liebling aller Hunde holen die Kleinen auf. Insbesondere der Mops feiert sein Comeback. Zum Herbst 2011 begann eine neue Ausbildung zum Hundefachwirt/in in Flensburg.

Jeder 44. Haushalt hat einen Hund

Allein in Hamburg zählt jeder 44. Haushalt einen Hund. Das ergibt eine geschätzte Gesamtanzahl von rund 40.000 Hunden – ausgehend von 1,8 Millionen Einwohnern. Nur die Anzahl der Katzen rennen dem Hund den Rang ab. Diese Zahl sagt aus, wie stark der Hundeboom ist. In Deutschland „laufen“ nach dem Generalanzeiger Bonn rund 5,3 Millionen Hunde herum. Bei rund 80 Millionen Bundesdeutscher entspricht dies einem Prozentanteil von gerundeten 19 Prozent. Es wundert also nicht zu lesen, dass die Wirtschaft mit Hundeartikeln aller Arten boomt. Es gibt nichts, was es nicht für den Hund gibt. Über das wirklich benötigte Sortiment ist das Spieleparadies geradezu göttlich.

Die Voraussetzungen

Die Ausbildung zum geprüften Hundefachwirt/in (IHK) wird durch die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Flensburg ab August 2011 erstmals im Norden angeboten. Hauptmerkmal dieser Qualifizierung ist die Vermittlung von wirtschaftlichem Wissen in der Hundewirtschaft. Das können Tierpensionen- oder Hotels, Hundeschulen bis zur Vermarktung von Hundeartikel sein. Damit sind alle Interessierten angesprochen, welche bereits eine Ausbildung und eine mindest zweijährige Berufserfahrung in einem ähnlichen Zweig vorweisen können. Dazu zählen Tierpfleger, Tierarzthelfer, Pferdewirt und Beschäftigte in Tierheimen-, Pensionen oder Hotels. Mitarbeiter in Hundestaffeln werden ebenso berücksichtigt. In Einzelfällen sind Ausnahmen möglich. Diese müssen jedoch durch entsprechende Zeugnisse oder Zertifikate belegbar sein.

Betriebswirtschaft trifft Soziologie

Der Schwerpunkt liegt auf Betriebswirtschaft, Rechnungswesen und rechtlichen Fragen sowie Steuern. Selbstverständlich wird die Anatomie des Hundes, seine Haltung und Physiologie mitvermittelt. Aufgrund der Konzeption der Ausbildung liegen weitere Schwerpunkte auf der beruflichen Selbständigkeit und Unternehmensformen. Dazu gehören das Marketing mit seinen Marketinginstrumenten, Public Relations und die Erfolgskontrolle. Die eigentlich Liebe zum Hund soll jedoch nicht vernachlässigt werden, sodass Grundlagen der Kynologie, Physiologie und die Körpersprache des Hundes nochmals theoretisch untermauert werden. Ein Hund hat so seine Eigenarten, wenn es um das Lernen geht. Lernverhalten & Hundetraining sind somit auch ein weiterer wichtiger Bestandteil.

All diese Themen werden in 520 Unterrichtsstunden innerhalb von knapp zwei Jahren vermittelt. Die Ausbildung gilt als Qualifizierung analog zum Meistertitel und wird von Freitag bis Sonntag angeboten. Drei Blockwochen runden die Einheiten ab. Qualifizierungen sind zumeist nicht kostenlos und so schlägt sich diese Ausbildung mit 4.400 Euro nieder. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Unterstützung über das Meister-BAföG möglich.

Angehende Hundefachwirte erlernen also die notwendigen Fertigkeiten, um einen Dienstleistungsbetrieb in der Hundewirtschaft zu leiten. Die Wissensvermittlung durch bekannte Trainer berücksichtigt neben der reinen theoretischen und betriebswirtschaftlichen Ausbildung auch den ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekt des Tierschutzes. Selbst wenn ein Tier nach dem Bürgerlichem Gesetzbuch als eine Sache gesehen wird, ist es doch ein Lebewesen und somit dürfen neben all den wirtschaftlichen Faktoren die soziologischen nicht fehlen.

Quelle: Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2. Februar 2013 von in Ausbildung und getaggt mit , .
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